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Startseite Ausstellungen und Termine Archiv Stephan Wolter: unvorhergesehen
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Vom 24. Oktober bis 5. Dezember 2009 zeigten wir die Ausstellung unvorhergesehen von Stephan Wolter. Stephan Wolter ist im März 2010 mit unserer Galerie auf der art Karlsruhe vertreten.
Hier einige Ausstellungsansichten:
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Stephan Wolter lässt sich durch Architektonisches inspirieren, das er in eine abstrahierte Formensprache übersetzt. Er arbeitet mit scheinbar einfachen Elementen, wie Linien und Flächen, die ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen und setzt damit Allgemeingültiges bildnerisch um. Dabei geht es ihm auch immer wieder darum, die im Material liegenden Möglichkeiten zu ergründen. Die teils mit Farbe oder Zeichenstift aufgetragenen, teils gekratzten Linien seiner Arbeiten ballen sich mancherorts zu dichten Strukturen zusammen, woanders bilden sie weitmaschige Gitter. Dann wieder breiten sie sich in offene Felder aus, oder es treffen feinere und stärkere Linien aufeinander. Sie setzen Kontrapunkte zu miteinander kontrastierenden Flächen und Farbfeldern, die sich im Charakter opak oder halbtransparent, matt oder glänzend, hell oder dunkel, regelmäßig oder unregelmäßig zeigen. Ganz bewusst bezieht der Künstler die materiellen Eigenschaften des jeweiligen Bildträgers mit ein, wie etwa Holz und Papier oder Plexiglas und Aluminium in seinen jüngsten Arbeiten.
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Der Ausstellungstitel unvorhergesehen spielt unter anderem auf den dynamischen Charakter der Entstehung der Arbeiten an: Im meditativen Prozess des Malens und Zeichnens wird der Künstler immer wieder mit materiellen und formalen Unwägbarkeiten konfrontiert, die ihn dazu veranlassen, die Richtung zu ändern und neue Wege einzuschlagen. Kalkulierbares trifft so auf Unkalkulierbares, Strenges auf Spielerisches, Ordnung auf Unordnung.
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Wolter gelingt es auf virtuose Weise, „seine“ kompositorischen Elemente in einen innerbildlichen Dialog miteinander treten zu lassen. Die Überlagerungen, wechselseitigen Durchdringungen oder das Nebeneinander von Flächen und Linien lassen eine subtile Räumlichkeit entstehen, in der jedoch nichts fixierbar ist, sondern alles in der Schwebe bleibt. In dieser Fragilität, der eigentümlichen Spannung, dem „Dazwischen“, das seine Bilder ausstrahlen, geht Stephan Wolter den Dingen auf den Grund.
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